Albaloo bedeutet “Sauerkirsche” und Polo steht für “Reis”. Albaloo Polo, eine Perle der persischen Küche, ist also ein Sauerkirschreis, der normalerweise mit geschmortem Lammfleisch geschichtet gekocht wird. Oder gemeinsam mit Lammhackbällchen, Safranhuhn oder einem Lammeintopf serviert wird. Säuerlich-Süß trifft also Fein-Würzig.
Bei uns gibt es dieses köstliche Reisgericht oft einfach nur vegetarisch mit etwas Naturjoghurt und Pistazie – also nicht ganz original. Dazu kannst du auch den persischen Lammeintopf zubereiten, wenn du genug Zeit und Muße hast. Oder auch die Minifrikadellen mit Minze und Kumin passen sehr gut und sind etwas schneller zubereitet.
Sauerkirschen sind sehr gesund
Sauerkirschen sind im Iran heißgeliebt und auch ich habe eine große Schwäche dafür. Sie sind sehr gesund, enthalten nicht nur viele Vitamine und Mineralien, sie wirken auch antioxidativ und entzündungshemmend. Interessant finde ich auch, dass in der Sauerkirsche Melatonin enthalten ist, also auch bei Schlafstörung heilsam sein kann. Ein Superfood also mit heilenden Inhaltstoffen.
Frische Sauerkirschen auf Vorrat
Frische Sauerkirschen gibt es nur für kurze Zeit auf dem Markt von ungefähr Anfang Juli bis Mitte August. Da dieses Gericht mit frischen Albaloo aber am besten schmeckt, kaufe ich sie in größerer Menge ein, entkerne, meditiere mal wieder dabei und friere dann einen Vorrat ein. Im Übrigen auch als Vorrat für meine Sauerkirsch Crumbles.
Das Gericht lässt sich problemlos mit Schattenmorellen aus dem Glas herstellen. Dann solltest du aber beachten, dass diese meistens schon gezuckert sind.

Zutaten Albaloo Polo 4 bis 6 Personen:
- 3 Tassen Basmati Reis
- 1 EL Salz (für das Kochwasser)
- 2 EL Pflanzenöl (ich nehme gerne auch mildes Olivenöl)
- 30 g Butter
- 1/2 TL Safran
- 500g frische Sauerkirschen (oder eben aus dem Glas (400 g Abtropfgewicht) oder tiefgefroren
- 3 EL Zucker
- 1/2 TL Zimt
- 1 Handvoll gehackte Pistazien (geröstet aber ungesalzen)
Zubereitung Albaloo Polo:
- Den Reis solange waschen, bis das Wasser klar bleibt. Dann den Reis in einem Topf im Wasser einweichen.
- Sauerkirschen waschen und entkernen. Dazu trägst du besser keine weiße Bluse.
- Die entkernten Sauerkirschen mit Zucker und Zimt in einem Topf erhitzen und für ca. 10 Minuten köcheln lassen. Dann die Kirschen abgießen und den Saft auffangen.
- Den Saft der Kirschen weiter einkochen, somit die Flüssigkeit reduzieren, damit ein schöner Sirup entsteht.
- Nun Wasser mit Salz zum Kochen bringen und den Reis hineingeben. Köcheln lassen, bis der Reis weich ist, aber noch Biss hat (dafür ein Reiskorn zwischen den Fingern zerdrücken und wenn er im Inneren noch etwas fest ist, dann ist er genau richtig) denn er wird noch gedämpft. Dann den Reis in ein Sieb abgießen.
- Den Safran im Mörser klein mahlen und in einem Schuss Wasser auflösen.
- Ein Drittel der Reismenge mit dem Safran in einer Schüssel vermischen. Ein weiteres Drittel mit dem Kirschsirup verrühren, das letzte Drittel bleib weiß.
- Butter in dem zuvor benutzten Topf bei kleiner Hitze zergehen lassen, das Öl und etwas Wasser (50 bis 60 ml) dazu geben und erhitzen.
- Darauf schichtest du zuerst den Safranreis, dann den Kirschreis, darauf kommen die Kirschen und zuletzt kommt der weiße Reis.
- Mit dem Kochlöffel 5 bis 6 “Löcher” in den Reis machen, damit er besser durchdampfen kann.
- Wenn der Reis zu dampfen beginnt, den Topfdeckel mit einem Küchenhandtuch einschlagen und den Topf damit verschließen. Für ca. 25 bis 30 Minuten bei sehr niedriger Hitze dämpfen lassen. Erst ganz zum Schluss die Hitze ein wenig höher drehen, damit die Kruste auch knusprig wird.
- Pistazien klein hacken und darüber streuen. Alternativ kannst du auch Mandelsplitter nehmen. Besonders schön sieht es aus, wenn du die Mandelsplitter mit etwas Kirschsirup einfärbst.





