Ashe Djo – Persische Graupensuppe

Ashe Djo – Persische Graupensuppe ist ein klassisches Gericht der persischen Küche und wird unterschiedlich zubereitet. Neben Graupen und Kichererbsen variiert die Zugabe von weiteren Hülsenfrüchten und die Suppe basiert eigentlich auf einer Fleischbrühe. 

Jedoch habe ich diese “dicke” Suppe vegetarisch zubereitet und beschränke mich auf die Hauptzutat Gerstengraupen und Kichererbsen. Etwas getrocknete Limette koche ich einfach mit. Ganz zum Schluss kommt noch ein wenig Limettensaft hinzu für den letzten Pfiff. Statt Fleischbrühe verwende ich Gemüsebrühe, in welcher ich die Graupen koche. 

Bei persischen Gerichten tausche ich mich immer gerne mit meiner Mutter aus und schätze ihre Expertise. Allerdings gab es dieses Gericht eher selten in unserem Hause, da meine Mutter Graupen widerborstig und zum Davonlaufen findet. Offenbar stehen Graupen für diese Generation in einem wenig guten Kontext, eine Zeit lang gab es wohl zu viel davon. Dabei haben sie eine wirklich gute Konsistenz (sie eignen sich im Übrigen auch wunderbar für Risotto) und schmecken schön nussig und ehrlich. Selbst meine Kinder haben der Suppe eine glatte 7 bis 8 (auf einer Scala bis 10) gegeben. Für eine Suppe nicht schlecht, die Konkurrenz ist groß. Und meine Mutter werde ich sicherlich auch noch überzeugen.

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Zutaten für Ashe Djo - Persische Graupensuppe für 4 bis 6 Personen:

  • 1 große Zwiebel
  • 350 g Graupen (Gerste/Perlgraupen)
  • Knoblauchzehe (1 bis 2)
  • circa 1,5 l Gemüsebrühe
  • Glas Kichererbsen (oder selbst gekocht ca. 200 bis 250g)
  • frische Kräuter ca. 150 g  (Koriander, glatte Petersilie, Schnittlauch)
  • ca. 100 g frischer Spinat 
  • 1 Limette (Bio)
  • getrocknete Minze (1 TL)
  • Kurkuma (gestrichener TL)
  • schwarzer Pfeffer
  • Salz
  • 1 limo amani (getrocknete Limette; Beschreibung siehe hier)
  • 2 EL Olivenöl
  • 4 EL Sauerrahm (original eigentlich Kashk*)

Zubereitung Ashe Djo - Persiche Graupensuppe:

  1. Graupen für 30 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Wenn du getrocknete Kichererbsen verwendest, musst du diese über Nacht in Wasser einweichen, das Wasser noch einmal austauschen und dann für ca. 1 Stunde weich kochen. Oder einfach Kichererbsen aus dem Glas verwenden, diese kurz abspülen und in einem Sieb abtropfen lassen. 
  2. Die frischen Kräuter waschen, trocken schleudern und von den groben Stielen befreien. Dann grob hacken und bereitstellen. 
  3. Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in Olivenöl glasig dünsten. Mit dem Kurkuma bestreuen, weiterdünsten und dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Getrocknete Limette mit in die Brühe geben. 
  4. Nun die eingeweichten Graupen in ein Sieb abgießen und in die Brühe geben. Für ca. 45 Minuten köcheln lassen, bis die Graupen weich, aber noch bissfest sind. 
  5. Nach ungefähr 30 Minuten Kochzeit die vorgegarten Kichererbsen mit in den Topf geben.
  6. Getrocknete Minzblätter zwischen den Händen fein reiben und in einer Pfanne mit etwas Öl sehr kurz anbraten, bis die Minze duftet. Die Minze zur Seite stellen. 
  7. Kräuter und Spinat am Ende der Kochzeit (ungefähr nach 40 Minuten) mit in die Suppe geben. 
  8. Getrocknete Limette aus der Suppe herausnehmen, gegebenenfalls noch etwas Wasser hinzugeben, falls die Konsistenz nicht stimmt (es soll dennoch eine dicke Suppe sein). Frische Limette auspressen und den Saft mit in die Suppe geben. Mit Pfeffer und eventuell noch etwas Salz abschmecken. 
  9. Kurz vor dem Servieren die Minze auf die Suppe geben und Sauerrahm (original mit Kashk) darauf verteilen.

*Kashk ist eine getrocknete Joghurtmasse, die unter der Zugabe von Wasser cremig gerührt wird. Du bekommst es (bereits cremig) im Glas in persischen Lebensmittelläden. Kashk schmeckt ziemlich intensiv und muss vor dem Verzehr eigens noch einmal gekocht werden.

Ersatzweise nehme ich Sauerrahm. 

Musik zum Rezept