Bald ist Frühling!

Bald ist Frühling...hoffentlich!

Grippebedingt habe ich den Jahreswechsel verschlafen und stolperte ziemlich unsanft in den Januar. Sei’s drum, wenn das Jahr so anfängt, kann es ja nur besser werden. Der Winter ist wie immer zu lang, in diesem Jahr erscheint mir die Winterzeit besonders zäh. Aber der Januar ist durch, der Februar kurz… und dann: Mehr Licht bitte! Und das bitte, wenn irgendwie möglich, in jeder Hinsicht. Da ist so viel Dunkelheit, egal wohin der Blick sich richtet. Was leider nicht jahreszeitenabhängig ist.
Insofern ist mein altbewährtes Mantra, den Mikrokosmos gesund zu halten, nach wie vor wirksam, aber manchmal durchaus schwierig. Die Welt da draußen ist laut und Vieles erscheint banal, unpassend, beschämend angesichts des Lärms. Während sich das Entertainment-Karussell weiterdreht und ich mittendrin, stelle ich mir die eine und andere Frage. Betroffenheitskultur, Inhalte, Algorithmen, blabla…Hinschauen oder sich zerstreuen lassen? Beides hat Berechtigung.
So halte ich daran fest, meinen kleinen Bau sauber und schön zu halten. Und koche fleißig, weil mich das beruhigt. Momentan gerne fleischlos und vor allem persisch. Weil mich die eine Dunkelheit beispielsweise im Iran nach wie vor umtreibt und ich so meine Verbundenheit zeige und dies ein wenig über das Gefühl der Ohnmacht hinweghilft. Persisch kochen und fleischlos ist keinesfalls unvereinbar, wie ich immer dachte. Wobei mein Vater mir da wahrscheinlich einen Vogel zeigen würde. Ein persisches Essen ohne Fleisch ist kein persisches Essen, da war er sich ganz sicher. Wobei beispielsweise Khoresthe Fesenjan, ein köstliches Gericht aus Walnüssen und Granatapfel, oder Adas Polo, ein Linsenreis mit Datteln und Sultaninen, bestens ohne Fleisch auskommt. 
Ein wenig “schwere Kost” in diesem Text, aber wie gesagt: bald ist hoffentlich wieder mehr Licht! Auch wenn den sehr frühlingshaften Temperaturen noch nicht wirklich zu trauen ist: Der Frühling ist nah!