Ich liebe Chicken Curry! Grün, rot, indisch oder thailändisch, ich mag alle Varianten. Und dieses Chicken Curry mit Kartoffeln und Kokosmilch hat es mir besonders angetan. Genau genommen ist es nicht wirklich ein Curry, denn es kommt keine Currypaste zum Einsatz. Hatte ich gerade nicht im Hause. Also habe ich ein bisschen improvisiert. Vielmehr ist es ein Curry Tom Kha Gai Style.
"Chicken Curry, wie immer!"
Meine Vorliebe für Curries macht sich auch immer beim Studieren der Karte im asiatischen Restaurant bemerkbar. Darauf begegnen mir viele interessante, vielversprechende Speisen. Ich denke dann darüber nach, ob ich mal etwas Neues ausprobieren soll. Aber eigentlich weiß ich schon, was ich essen will und höre mich beinahe schuldbewusst sagen: „Für mich das Chicken Curry, wie immer!” Dabei bin ich sehr neugierig und offen. Vielleicht sollte ich öfter ins Restaurant gehen. Aber die Bestellung “wie immer” hat schon was. Um meinen unersättlichen Bedarf an einer meiner Lieblingsspeisen zu decken, versuche ich mich heute an diesem wirklich sehr einfachen und köstlichen Chicken Curry. Vom Ergebnis bin ich sehr begeistert, denn es schmeckt authentisch, elegant und nach einer zweiten Portion.
Chicken Curry mit Kartoffeln und Kokosmilch ohne Currypaste?
Und das ganz ohne Currypaste. Natürlich kannst du auch rote, grüne oder gelbe fertige Currypaste für deine Curries verwenden. Aber es geht auch ohne, und das ganz einfach. Denn mit nur wenigen Zutaten gelingt der herrlich frische und unverkennbare Curry-Geschmack, von welchem ich einfach nicht genug bekommen kann. Auf diese Weise kannst du experimentieren und mit den Geschmacksnuancen variieren. Noch dazu lassen sich die Zutaten wie Zitronengras, Chili, Limettenblätter und sogar Ingwer oder Galgant prima einfrieren. Da habe ich für mein Curry immer alles im Eisschrank.

Zutaten Chicken Curry mit Kartoffeln und Kokosmilch 4 bis 6 Personen:
- 800 g Kartoffel (festkochend)
- 500 g Hühnchenfilet
- 1 Dose Kokosmilch
- 20 g Ingwer
- 1 Limette
- 5 Kaffir-Limettenblätter
- 1 Stange Lemongras
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Chili (oder mehr, wenn du es schärfer magst)
- 1/2 TL Curry Madras (mild)
- 1 Zwiebel oder Schalotte
- 1 TL Kurkuma
- ca. 1 TL Salz (anstelle von Fischsauce oder heller Sojasauce)
- 2 TL Rohrzucker
Zubereitung Curry:
1. Kokosmilch "aromatisieren":
- Die Kokosmilch in einen Topf geben.
- Dann die Zutaten vorbereiten, die das Aroma in die Kokosmilch bringen:
- Das Zitronengras mit dem Messerrücken anklopfen und in 4 größere Teile schneiden.
- Ebenso die Chili mit dem Messer behandeln, denn so kann das Aroma besser entweichen. Die Chili bleibt ganz. Wenn du es schärfer magst, schneidest du sie in Stücke oder nimmst noch eine mehr. Vorsicht, nicht mit den Chilifingern die Augen reiben.
- Nun die Stiele der Limettenblätter in der Mitte entfernen. Auch hier entfaltet sich so das Aroma besser. Du kannst das Blatt aber auch im Ganzen lassen.
- Den Ingwer schälen und in Scheiben schneiden.
- Die Zwiebel schälen und vierteln. Den Knoblauch schälen und die Zehen ganz lassen.
- Als Nächstes alle Zutaten mit dem Kurkuma und Currypulver in die Kokosmilch geben und für 10 Minuten kochen
2. Kartoffeln schälen, Reis kochen
- Während es köchelt, die Kartoffeln schälen und in mundgerechte Stücke schneiden.
- Nach 10 Minuten Kochzeit alle Gewürze aus der Kokosmilch abschöpfen. Die Kartoffeln in die Kokosmilch geben, mit 100 ml Wasser auffüllen und 15-20 Minuten köcheln.
- Jetzt kommt der Reis. Den Reis ordentlich waschen und in Salzwasser aufsetzen (die Menge des Wasser einen Daumen breit über dem Reis). Den Reis aufkochen lassen und dann bei geringer Hitze köcheln lassen. Wenn der Reis das Wasser aufgesogen hat bei sehr niedriger Hitze weiter dämpfen, bis er eine weiche, aber noch körnige Konsistenz hat.
3. Hühnchenfilet vorbereiten:
- Die Kochzeit der Kartoffeln und des Reis für die Zubereitung des Hühnchenfilets nutzen. Das Filet in etwa gleich große Stücke schneiden.
- Wenn die Kartoffeln nach ca. 15 Minuten fast gar sind, kommt zuerst der Rohrzucker und dann das Hühnchenfilet mit in den Topf. Dann noch weitere 10 Minuten garen lassen.
Das war der erste Curry-Streich, weitere folgen sogleich! Guten Appetit! Ein weiteres Rezept mit Huhn und Kokosnussmilch findest du hier.
Musik zum Rezept
Places and spaces I’ve been…in diesem Fall in Thailand.





