Frittierte Zucchiniblüten

Blumen für dich - Knusprig zarte, frittierte Zucchiniblüten

Flirrende Hitze und dann auch noch frittierte Zucchiniblüten? Einfach in die Luft halten, aber dafür reicht es dann wohl doch nicht. So oder so sind sie eine knusprige und köstliche Vorspeise oder Beilage, was meinem Faible für schnelle und einfache Klassiker sehr entgegenkommt. Frittieren ist sonst nicht so meins, hier mache ich eine Ausnahme.

Trotz Hitze mache ich mich also unerschrocken an die Zucchiniblüten. Bevor ich diese zubereite, bewundere ich sie noch einen Moment, wasche sie und schüttele sie dann vorsichtig und lasse sie auf einem Küchentuch abtropfen. Möglichst trocken sollten sie sein, so dass die Panade gut haftet und es beim Frittieren später nicht fies spritzt. Die zarten Stiele (Minizucchini) lasse ich ‘dran, den Blütenstempel entferne ich und tauche nur die Blüte in die Panade. Für die Panade rührst du Wasser, gesiebtes Mehl (sonst klumpt es) und Parmesan an und würzt mit etwas Zitronenabrieb, Salz, schwarzem Pfeffer und einem Hauch frischem Thymian. Die Konsistenz der Panade gleicht der eines flüssigen Pfannkuchenteigs, ein wenig musst du da nach Gefühl gehen. 

Frittierte Zucchiniblüten schmecken frisch und heiß am besten

Frittiertes solltest du ganz frisch genießen, sonst ist es wie mit ollen Pommes. Das Frittieren geht ganz unkompliziert ohne Fritteuse. Einfach Pflanzenöl  – und bitte kein Frittierfett – in einem Topf oder einer tiefen Pfanne erhitzen. Es ist meines Erachtens völlig ausreichend, etwas mehr Öl in die Pfanne zu geben und die Zucchiniblüten im Teigmantel darin zu wenden. So habe ich es jedenfalls gemacht. Sicherlich ist das Ergebnis optisch noch gelungener, wenn sie vollends im Öl baden. Geschmacklich macht es keinen Unterschied. 

Die Blüten können noch mit Ricotta und Parmesan gefüllt werden, ich belasse es aber bei den puren Blüten im Teigmantel. Gefüllt mit Ziegenfrischkäse und mit etwas Honig serviert kann ich sie mir auch gut vorstellen. Das probiere ich beim nächsten Mal aus. 

In Minuten sind die Blüten goldbraun und knusprig gebacken. Die Blüten nach und nach frittieren, damit sie nicht aneinander kleben. So ist das bisschen Frittieren an einem solch heißen Sommertag keine große Sache. Darum schert sich in südlicheren Breitengraden auch keiner. 

frittierte-zucchiniblueten-sommer-rezepte

Zutaten für 4 bis 6 Personen:

  • 12 Zucchiniblüten
  • 100 g Mehl (sollte der Teig zu flüssig sein, noch etwas Mehl hinzugeben)
  • 50 Parmesan (fein gerieben)
  • ca. 250 ml sprudelndes Mineralwasser
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • Zitronenabrieb
  • etwas Thymian (die Blätter eines kleinen frischen Zweigs oder eben in getrockneter Form) 
  • Pflanzenöl zum Frittieren

Zubereitung frittierte Zucchiniblüten:

  1. Zucchiniblüten waschen, vorsichtig abschütteln und auf einem Tuch gut abtropfen lassen. 
  2. Unbedingt den Blütenstempel entfernen. Dafür vorsichtig die Blüten öffnen und den Stempel mit einer leichten Drehung entfernen. 
  3. Den Teig/ Panade anrühren und würzen. Wie gesagt gleicht die Konsistenz der von Pfannkuchenteig. Der Teig sollte flüssig, aber nicht zu flüssig, und schön sämig sein. 
  4. Nun das Öl in einer tiefen Pfanne oder Topf erhitzen. Es sei dir überlassen, ob du eher einen ganzen Topf mit Öl füllst und komplett frittierst oder auch mit weniger Öl auskommst und die Blüten einmal wendest. Es ist heiß genug, wenn es beginnt zu “schwimmen” und etwas zu duften. 
  5. Dann die Blüten in den Teig tauchen, Überschüssiges abtropfen lassen, in das heiße Öl geben und von allen Seiten goldbraun backen. Aus dem Öl herausheben und einem Küchentuch oder Küchengitter abtropfen lassen.  

Musik zum Rezept