Gedanken Herbst 2022

Gedanken Herbst 2022

Trotz freundlich warmen, aber ungewöhnlichen Temperaturen im Oktober und selbst auferlegter Nachrichtensperre gelingt es mir ganz und gar nicht auszublenden, was gerade im Iran passiert. Als halbe Iranerin trifft mich das sehr und unmittelbar. Da ist so viel was war, ist, sein wird…könnte. Was bleibt mir also zu tun, auch wenn wir alle müde sind angesichts der Gesamtlage, es an so vielen Enden brennt, bitte nicht noch mehr Themen, so weit weg, ohnehin schon zu viel? Nicht viel bleibt mir, während die Menschen im Iran unter Einsatz ihres Lebens um ihre Freiheit kämpfen, außer beispielsweise Beiträge zu teilen in den sozialen Medien, zu Demos zu gehen in der Hoffnung, einen kleinen Teil dazu beizutragen, dass die Welt dieses große Unrecht sieht. Und die iranische Kultur – in meinem Fall naheliegend Kochkultur – hochzuhalten, die so gar nichts mit diesem ultra repressivem Regime zu tun hat (Rezepte der persischen Küche findest du hier). 

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Um nicht zu politisch zu werden und meinen thematischen Rahmen zu sprengen äußere ich mich also kulinarisch, versuche meinen Frust über laue Berichterstattung und Politik quasi wegzukochen. So habe ich in meinen Töpfen gerührt, mit meinen Gedanken im Iran, bei meinen Lieben, und der großen Hoffnung, dass die Menschen im Iran bald ein Leben in Freiheit, Ruhe und Würde leben können.
Auch wenn dieser Text etwas schwer verdaulich ist, die Speisen sind es nicht, sondern einfach nur köstlich. Das Bild oben zeigt meine Großmutter in ihrer Küche in Teheran, sie bereitete Gerichte für immer sehr viele Leute.
Die iranische Kochkunst ist wunderbar und noch viel zu unbekannt. More to come…
#freedomforiran