Milchreis mit Kirschen

Cremiger Milchreis mit Kirschen: Soulfood gegen Liebeskummer.

Hast du Liebeskummer? Eine Beziehungskrise? Weltschmerz oder allgemeinen Frust? Einfach nur schlechte Laune und jede Menge Zweifel? Dann brauchst du Milchreis mit Kirschen. Eine Medizin, die sofort wirkt. Ganz sicher!

Liebeskummer ist schlimm. Er verdirbt dir so richtig den Appetit. Auch wenn es keine bessere Diät als das Ende einer Romanze gibt. Irgendwann erhebst du dich schlank und schön aus dem Elend, das du nun hinter dir gelassen hast. Wie Phoenix aus der Asche. Jaja, so war das. Und weiter geht’s!

Liebeskummer mit 20, 30, 40 und dann?

Als Teenie ist Liebeskummer eine Vollkatastrophe, mit Anfang oder Mitte 20 das Ende der Welt. Mit Anfang 30 läuft es dann besser. Das Kopfkino ist aber immer noch sehr aktiv. Und irgendwann wird es dann nicht mehr Liebeskummer genannt. Dann wird es subtiler und das Elend heißt eher “Prozess”. Denn irgendwann weißt du ja, dass das Leben weitergeht. Das nur du allein für dein eigenes Glück verantwortlich bist. Und dass mit manchen eben nicht gut Kirschen essen ist.

Milchreis mit Kirschen hilft

Klingt das bitter? Realismus ist aber sehr wohltuend, die romantische Seele kann sich ja auf andere Dinge konzentrieren. Doch manchmal denke ich wehmütig an diesen unendlich tiefen Liebeskummer, der dich mit Haut und Haar auffrisst. Das ungestörte große Leiden. Sehr stark empfunden und irgendwie bedeutungslos im Nachhinein. Aber durchaus berechtigt. Nicht, dass ich das wieder haben will. Aber das kommt so nie wieder in dieser Intensität.

Auf jeden Fall weißt du auch, dass es überhaupt nicht gut ist, nicht mehr zu essen. Das nimmt ja noch mehr Kraft. Und bringt übrigens überhaupt nichts. Vor allem im Winter, da interessiert sich ohnehin niemand für die Bikinifigur.

Also kochen wir Milchreis mit Kirschen. Da muss viel gerührt werden und dabei kannst du einfach blöd gucken.

milchreis-mit-kirschen-sehlentröster-soulfood

Zutaten Milchreis mit Kirschen für 4 bis 6 Personen:

  • 1 l Milch
  • 250 g Milchreis 
  • 1 Prise Salz
  • 4 EL Zucker
  • 1/2 Vanilleschote oder 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 TL Zimt

Zubereitung Milchreis:

  1. Die Milch in einen Topf geben und den Reis mit einer Prise Salz dazugeben. Das Vanillemark aus der Schote kratzen und mitsamt der Schote in den Topf geben. Der Zucker kommt erst später! Auch der Vanillezucker, solltest du diesen verwenden.
  2. Das Ganze unter Rühren aufkochen und dann für weitere 25 bis 30 Minuten bei niedriger Flamme köcheln. Wichtig ist, dass du den Milchreis immer wieder fleißig umrührst, damit er nicht anhängt.
  3. Dann probierst du am besten einfach, ob der Reis weich ist. Zum Schluss gibst du den Zucker dazu.
  4. Milchreis sollte schön cremig sein. Wenn er zu fest ist, kannst du einfach noch etwas Milch hinzugeben.
  5. Vor dem Servieren etwas Zucker und Zimt auf den Milchreis streuen. In diesem Fall kommen noch Kirschen ‘drauf.

Zutaten Kirschkompott:

  • 400 g  frische Sauerkirschen
  • 2 Päckchen Vanillezucker
  • 1/4 TL Zimt
  • 1 TL Speisestärke

oder: 1 Glas Schattenmorellen aus dem Supermarkt statt der frischen Kirschen. Dafür bitte nur 1 Päckchen Vanillezucker, sonst wird es zu süß. Oder das Mark einer halben Vanilleschote. Die andere Hälfte brauchst du ohnehin für den Milchreis. Und dann Zucker nach Empfinden.

Zubereitung Kirschkompott :

  1. Sauerkirschen entkernen. 
  2. Mit dem Vanillezucker und Zimt 5 Minuten andünsten. 
  3. Die Speisestärke dazugeben und die Flüssigkeit damit andicken. 

Lass dir also bloß nicht den Appetit verderben! Noch eine Prise Zimt auf deinen Milchreis und die Welt sieht schon ganz anders aus. Dazu passend liest sich gut die Schattenmorelle 2.0.

Musik zum Rezept

Wir waren alle im Grunge-Fieber und da kam da diese deutsche Band Selig 1994. „Ich legte mein Leben in deine kleine Welt“ singt Jan Plewka da. Keinesfalls solltest du dein Leben in irgend jemandes kleine Welt legen. Und schon mal gar nicht in eine kleine.

Trotzdem poste ich jetzt dieses triefend traurige, tendenziell neurotische Liebeskummerlied von Selig. Eigentlich zum Davonlaufen, aber es gab Zeiten, da hat mich das Lied irgendwie berührt. Und jetzt denke ich eher naja gut. Weil ich ja weiß: es ist wie es ist und das Leben geht auf jeden Fall weiter. Alles hat seine Zeit und Intensität und “es kommt so anders, als man denkt.”