oder: Sonntags hab’ ich die Pfanne heiß!
Es ist Sonntag und ich habe ganz klare Ziele: Café, dann noch einen Café, möglichst lange im Schlafanzug bleiben und dann Pfannkuchen zum Frühstück machen. Gewöhnlich wird das Pfannkuchen Rezept in einer Familie überliefert. Das habe ich wohl vergessen und habe am Grundrezept für Pfannkuchen gefeilt – mit Erfolg.
Pfannkuchen machen glücklich – da bin ich mir ganz sicher. Aufgehübscht mit Marmelade, frischen Beeren oder schlicht mit Zimt und Zucker schmecken sie einfach lecker.
Der Pfannkuchenteig ist schnell und einfach gemacht. Zutaten in die Schüssel, Schneebesen schwingen, bis der Teig schön glatt ist. Das geht sogar etwas in den Oberarmmuskel. Und so lange der Teig ein bisschen ruht, mache ich das auch und trinke noch einen kleinen Café im Bett. Gerade genug Zeit in meinem Buch zu schmökern. Das alles mache ich ganz leise, die anderen schlafen noch und das ist gut. Ich will auf keinen Fall gestört werden. Für meine Pfannkuchen-Meditation brauche ich Zeit und Ruhe

In amerikanischen Filmen gibt es fluffige pancakes noch vor Schulbeginn. Faszinierend, wie von unsichtbarer Hand. Und das gefühlt jeden Tag der Woche, ganz alltäglich. Aber auch verdächtig. Selbst wenn es sich um eine fertige Mischung handeln sollte, muss ich doch beim Pfannkuchen backen daneben stehen, die Temperatur regulieren und aufpassen, dass nichts anbrennt.
Pfannkuchen backen ist kinderleicht - aber die Semmel ist schneller auf dem Teller
Den Teig zuzubereiten ist nicht das Thema, das ist schnell erledigt. Das Ausbacken der Pfannkuchen ist zwar kinderleicht aber braucht Zeit – und Hingabe. Die Semmel ist schneller auf dem Teller.
Also gibt es bei uns Pfannkuchen grundsätzlich nur am Wochenende. Mit Ruhe und mit Musik auf den Ohren, weil Rituale so schön sind. Und vor allem ohne Schnickschnack, flache, simple Pfannkuchen sind einfach die Besten. Pfanne auf den Herd, Butterflöckchen zerlaufen lassen und den flüssigen Teig mit der Kelle in die Pfanne schöpfen. Ich schwenke die Pfanne sanft, bis der Teig den Boden der Pfanne ganz bedeckt. Warten, bis der Teig fest wird, damit ich den Pfannkuchen wenden kann. Schwupps, goldbraun gebacken. So, der erste Pfannkuchen ist nun fertig. Ein wohliger Duft durchströmt die Wohnung. Ich höre es schon rascheln. Schluss mit der Ruhe.

Pfannkuchen Rezept für 8 bis 10 dünne Pfannkuchen:
- 200 g Mehl
- 500 ml Milch
- 1 Prise Salz
- 3 Eier (Größe M)
für süße Pfannkuchen kommt dazu:
- 2 EL Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker
Zubereitung Pfannkuchen Rezept:
- Die Eier in die Rührschüssel geben und verquirlen.
- Mit der Milch gut verrühren.
- Das Mehl in die Schüssel sieben und den Schneebesen kräftig schwingen, bis der Pfannkuchenteig schön glatt ist.
- Eine Prise Salz zugeben.
- Für süße Pfannkuchen nun den Zucker und Vanillezucker unterrühren. Für die herzhafte Variante den Zucker einfach weglassen.
- Den Pfannkuchenteig mindestens 15 Minuten ruhen lassen, damit sich die Zutaten gut anfreunden.
- Etwas Butter in der Pfanne zerlassen und schwenken, damit sie sich gleichmäßig verteilt.
- Ungefähr 1 1/2 Kellen Pfannkuchenteig in die Pfanne geben und schwenken, bis der Boden der Pfanne vollständig bedeckt ist. Den Pfannkuchen bei mittlerer Hitze backen.
- Den Pfannkuchen erst wenden, wenn der Teig fest geworden ist. Dann die andere Seite goldgelb backen.
- Für den nächsten Pfannkuchen die Pfanne mit einem Küchentuch auswischen, wieder ein Flöckchen Butter in die Pfanne geben und den nächsten Pfannkuchen backen.
Pfannkuchen gibt es in vielen Varianten und da hat bestimmt jede Familie ihre eigene Philosophie. Dieses Grundrezept für Pfannkuchen ist einfach, vielfach erprobt und gelingt ganz bestimmt immer. Gepaart mit Früchten, Marmelade, schlicht mit Zimt und Zucker oder meinetwegen auch Nuss-Nougat-Creme. Und noch einer Tasse Café…
Musik zum Rezept
Den Tag mit einem Meilenstein des Jazz beginnen…”So what” aus dem Album “Kind of blue” von Miles Davis von 1959. Zeitlos gut.





