Sushi homemade

Sushi selber machen ist gar nicht schwer

Ja, Sushi machen ist eine hohe Kunst und ich will mir hier wirklich gar nichts anmaßen. Wahrscheinlich würde jeder Sushimeister die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, vielleicht sogar laut heulen und stirnkrauselig sein Sushimesser wetzen. Aber: wir lieben unser Sushi homemade! Und vor allem gibt es Sushi satt, so viel wie das Herz begehrt. Das Sushi machen funktioniert sogar mit Kindern, wobei ich davor ausreichend meditieren muss. Es ist ein bisschen so wie Plätzchen backen mit Kindern: mit guter Intention an die Sache `ran, in der Vorstellung romantisch und süßlich, in der Umsetzung aber eher zäh. Da wäre es gut so viele Arme wie ein Tintenfisch zu haben. Oder eben einfach Ohhhmmm denken.

Sushi vegetarisch

So, nur ein kleiner Gedankenausflug. Heute stelle ich das Sushi lieber alleine her, es war keine Zeit zum Meditieren. Das mache ich dann, während ich die Maki Rolls forme, fülle und rolle. Sushi Maki Rolls gelingen mit etwas Übung sehr einfach. Das Noriblatt außen herum hält alles gut zusammen. Inside out Rollen sind da schon etwas anspruchsvoller. Und da ich nun einmal in Süddeutschland lebe und ich offen gestanden etwas paranoid mit rohem Fisch bin, gibt es das hausgemachtes Sushi meistens pur vegetarisch. Oder maximal mit Räucherlachs. Forelle ist auch gut. Denn für frischen rohen Fisch braucht es eine sehr gute Quelle. Tofu geht auch gut. Krebsfleisch-Imitat kommt mir nicht ins Haus.

Hier das Rezept für Sushi ohne Ethos, Attitüde und Kunst….aber trotzdem sehr schmackhaft!

Zutaten für ca. 8 Rollen Sushi homemade:

  • Sushireis 350 g
  • 2 gestrichene TL Salz
  • 4 EL Reisessig
  • 3 TL Zucker
  • Nori Algenblätter
  • 1 Avocado essreif
  • 2 kleine Gurken
  • Frischkäse
  • Gari (eingelegter Ingwer)
  • Wasabipaste
  • Sojasauce
  • eine Bambusmatte zum Rollen
sushi-homemade-zutaten-vegetarisch

Du kannst dein Sushi auch mit weiteren Zutaten variieren, zum Beispiel:

  • Spitzpaprika (ohne Haut)
  • Mango
  • fein geschnittene Möhre
  • Mayo
  • Räucherlachs oder sehr frischem Lachs
  • geräuchertes Forellenfilet

Paprika häuten im Ofen

Paprika als Zutat im Sushi finde ich sehr lecker. Zuvor gare ich sie aber im Ofen. Die entkernten Paprikahälften auf ein Blech legen. Bei 180° Grad im vorgeheizten Ofen lassen, bis die Schale schon leicht angebrannt erscheint. Das Blech aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und dann ganz leicht die Schale abziehen.

Zubereitung Sushi homemade

1. Sushi Reis

  1. Den Reis in einem Sieb unter fließendem kalten Wasser waschen, bis das Wasser klar bleibt.
  2. In 600 ml Wasser ohne Topfdeckel aufkochen und 2 Minuten köcheln lassen. Weitere 10 bis 15 Minuten mit Deckel köcheln lassen, bis das Wasser aufgesogen ist. Von der Flamme nehmen und ungefähr 10 Minuten stehen lassen, damit der Reis auskühlen kann.
  3. Reisessig, Zucker und Salz in einem Topf erwärmen, bis sich alles gut verbindet. Abkühlen lassen.
  4. Den Reis in eine Schüssel füllen.
  5. Die “Marinade” auf den Reis träufeln und vorsichtig mit zwei Stäbchen einmischen.

Auf eine Tasse Sushireis kommen 1 1/2 Tassen Wasser. So kannst du die Reismenge individuell bestimmen.

1. Zutaten für die Füllung vorbereiten:

  1. Avocado, Gurke, Paprika oder andere Zutaten in feine Streifen schneiden, so dass es sich gut in eine “Bahn” legen lässt. Bei der Gurke schneide ich das weiche Innere heraus, damit es nicht zu wässrig wird. Und die Paprika gare ich zuvor im Ofen. Statt Frischkäse kannst du auch Mayo nehmen.

1. Maki Sushi rollen:

  1. Alle Zutaten griffbereit platzieren. Ein kleine Schale kaltes Wasser bereitstellen, um die Finger zu befeuchten.
  2. Ein Nori Algenblatt mit der glatten Fläche nach unten auf den unteren Rand Bambusmatte legen.
  3. Ungefähr 2-3 Esslöffel Reis auf das Noriblatt geben und mit angefeuchteten Fingern oder einem Löffel gleichmäßig verteilen. Am oberen Ende 2 cm aussparen und am unteren 1 cm. Nicht zu viel Druck ausüben, sonst verklebt der Reis.
  4. Nun etwas Frischkäse auf den unteren der Reisfläche streichen und mit den Zutaten in einer Bahn belegen.
  5. Bambusmatte anheben und den Reis und die Füllung einrollen. Ein Stück einrollen, dann leicht festdrücken und weiter rollen. Achte darauf, dass die Füllung beim Rollen nicht herausrutscht. Sollte das Algenblatt an einer Stelle nicht gut kleben, befeuchte es einfach mit etwas Wasser.
  6. Die fertige Rolle auf einem Brett mit einem sehr scharfen Messer in 6 bis 8 gleich große Stücke schneiden. Sind die Rollenenden nicht so hübsch, kannst du sie sparsam abschneiden und schon einmal naschen.
sushi-rollen

Musik zum Rezept

Ran an die Rollen! Übung macht den Sushimeister! Dazu den Happy-Song “Sweet Soul Revue” vom Album “Made in USA” (1994) der japanischen Band Pizzicato Five.